Feuerwehrprobe mit Drohneneinsatz am Landeplatz Nockenbauernhof – 8.5.2026

(Ein Bericht aus Rüdigers Sicht)

Vor ein paar Tagen hat mich der Kommandant der Feuerwehr Maisach, Herbert vom Hornangerufen, ob es möglich sei einen Suchauftrag der Drohnenstaffel Renchtal das ist ein Zusammenschluss der Drohnenstaffeln Bad Peterstal und Oppenaudurchzuführen. Ich war sofort begeistert von der Aktion; das Thema war: wir suchen einen Gleitschirmflieger im Fluggebiet Zuflucht, der vermisst wird. Stattfinden sollte das ganze am Freitag, 08.05.26 um ca 19.30 Uhr, Treffpunkt Landelatz Nockenbauernhof / Werneststraße.

Damit die Simulation möglichst realistisch erscheint, habe ich meinen Übungsschirm zur Verfügung gestellt. Von der Feuerwehr wurde noch eine Puppe als Dummy hangabwärts gelegt, der gerettetwerden sollte.

Den geeigneten Ort hat Herbert ausgesucht: ein Waldweg (von vielen) Richtung Renchtalhütte, den wir zuvor gegen 17.00 präpariert hatten.

Um ca 19.00 Uhr hat mich Dennis in der Aktion unterstützt und wir waren sehr gespannt was uns erwartet. Helmut und Familie waren auch anwesend und genauso gespannt.

Gegen ca 19.40 Uhr trafen dann die Fahrzeuge der Feuerwehr am Landeplatz ein, zwei Fahrzeuge der Drohnenstaffel positionierten sich ebenfalls am Landeplatz. Zwei Fahrzeuge mussten warten bis die Unglücksstelle per Drohne gefunden wurde und erst dann konnten diese beiden Fahrzeuge per Koordinaten an die Unglücksstelle geschickt werden.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr Maisach in der Übung fragte mich dann, wo der Pilot zuletzt gesehen wurde, ob es telefonischen Kontakt gegeben habe, welche Farbe der Schirm habe, obdie verunglückte Person ansprechbar sei und weiteres. Das, was ich (in der Simulation) wusste, war eine Circa-Angabe der Absturzstelle und die grobe Schirmfarbe. Mehr könne ich nicht sagen, da es sich um einen Gastflieger handele. Auch bei einem echten Unfall können dies alle Informationen sein, die ein Augenzeuge angeben kann.

Nun begann die eigentliche Arbeit der Drohnenstaffel. Zuvor wurde noch das Equipment aufgebaut, wie beispielsweise der Stromgenerator, verschiedene Bildschirme, Startpunkte der Drohnen und schließlich die Drohnen selbst

Hier kamen drei unterschiedliche Drohnen zum Einsatz, die nicht nur Livebilder aus der Luft zeigen, sondern auch Wärmebilder und weitere Daten liefern.

Gegen ca 19.53 Uhr ist die erste Drohne gestartet, die zweite Drohne um ca 19.56 Uhr, die dritte Drohne um ca 20.21 Uhr.

Es wurde das ganze Gebiet systematisch abgeflogen, was nicht so einfach für die Drohnenpiloten war. Es gab teilweise Schwierigkeiten mit der Reichweite bedingt durch die das Gelände und den vielen Wald.

Gegen 20.45 Uhr konnte jedoch die Absturzstelle ermittelt werden und die zwei wartenden Rettungsfahrzeuge konnten anhand der Koordinaten losfahren und den Dummy sowie Schirm bergen, was jedoch auch nicht einfach war, da die Dunkelheit so langsam einsetzte.

Die beiden Rettungsfahrzeuge wurden aus der Luft per Drohne für den schnellen Rückweg zum Landeplatz begleitet, wo dann im Ernstfall der Rettungswagen oder Hubschrauber steht.

Anschließend gab es mit allen 26 Männern der Feuerwehr und Drohnenstaffel Renchtal eine Besprechung in großer Runde. Hier wurde festgestellt, dass es mit dem Digitalfunk der Feuerwehr und der Reichweite der Drohnen Probleme gab. Bei der nächsten Probe will sich die Drohnenstaffel aufteilen, ein Teil am Startplatz und der andere Teil am Landeplatz. Da es sich hierbei um eine Übung gehandelt hat, sind diese Erkenntnisse sehr wichtig, zum einen für die Feuerwehr zum anderen für die Drohnenstaffel Renchtal. Die Bergwacht wurde vorabüber den Übungseinsatz informiert.

Wir finden diese Aktion sehr wichtig und aufschlussreich wir werden eine weitere Probe dieser Art mit der Feuerwehr gerne unterstützen.

Als Anerkennung für den großartigen Einsatz und das Aufunszukommen wurden zweiKisten Bier der Feuerwehr gespendet, die noch vor Ort geleert wurden.